Start der Mobilisierung gegen Wiederanfahren von Beznau I

6. JAHRESTAG DER AKW-KATASTROPHE IN FUKUSHIMA

Morgen Samstag vor sechs Jahren kam es im Atomkraftwerk Fukushima zum Super-GAU, als ein Tsunami die japanische Ostküste verwüstete. Trotz solcher Katastrophen könnte im Kanton Aargau mit Beznau I der marode und älteste Reaktor der Welt wieder in Betrieb genommen werden. Soweit darf es nicht kommen. Darum beginnt am Jahrestag der Fukushima-Katastrophe die Mobilisierung gegen das Wiederanfahren von Beznau I.

Anlässlich des sechsten Jahrestags der AKW-Katastrophe in Fukushima beginnt die Mobilisierung gegen das Wiederanfahren von Beznau I über die sozialen Medien und die Website „Beznau Alarm“.

Das AKW Beznau I ist das älteste der Welt, welches noch in Betrieb ist. Seit März 2015 ist es vom Netz, weil rund 1000 Schwachstellen im Druckbehälter, dem Herzstück der Anlage, entdeckt worden sind. Statt endlich die Stilllegung des Schrottreaktors in Angriff zu nehmen, setzt die Axpo alles daran, das AKW wieder in Betrieb zu nehmen. Dabei schreckt die Axpo auch nicht davor zurück, gesetzliche Sicherheitsvorschriften in Frage zu stellen. Experimente bei der AKW-Sicherheit gefährden Mensch und Umwelt. Die Grünen fordern daher die Atomaufsichtsbehörde ENSI auf, der Axpo die Freigabe für das Wiederanfahren von Beznau I zu verweigern.

Die Folgen der Kernschmelze von Fukushima sind noch immer akut: Auf einen Schlag wurde ein riesiges Gebiet unbewohnbar, mehr als 100 000 Menschen haben ihr Zuhause verloren und können in absehbarer Zeit auch nicht zurückkehren. Noch immer sind Tausende von Arbeiterinnen und Arbeitern mit der Dekontamination beschäftigt. Der Berg aus verstrahltem Abfall wird immer grösser. Derweil weiss noch niemand, wie es in den betroffenen Reaktoren aussieht. Wie gross das Ausmass der Schäden wirklich ist, bleibt vorerst ungewiss.

Ja zur Energiestrategie 2050 am 21. Mai 2017
Die Meldungen über Pannen und Mängel bei den Schweizer Atomkraftwerken reissen nicht ab. Der Atomausstieg ist dringender denn je. Das AKW-Neubauverbot im ersten Massnahmenpaket der Energiestrategie 2050, über das die Bevölkerung am 21. Mai abstimmen wird, ist ein erster notwendiger Schritt dazu. Ein klares Ja zur Vorlage am 21. Mai wird der Energiewende und dem Atomausstieg den Rücken stärken. Dafür werden sich die Grünen mit vollem Elan in der Abstimmungskampagne engagieren.