Regula Rytz zum Entscheid der Umweltkommission zur Atomausstiegsinitiative

Die Kommission weigert sich, die AKW-Laufzeiten zu beschränken. Damit spielt sie russisches Roulette mit der Sicherheit der Bevölkerung. Zum Glück hat das Volk das letzte Wort.

Der Beschluss der Kommission ist brandgefährlich. Die Schweizer AKW wurden für maximale Laufzeiten von 30 bis 40 Jahren konzipiert. Die Technologien sind veraltet, das Material weist mittlerweile Mängel auf und wird spröde. Insbesondere die Uraltreaktoren Mühleberg und Beznau 1 und 2 – Beznau ist notabene das älteste AKW der Welt – gehören aus Sicherheitsgründen sofort abgeschaltet. Kein anderes Land setzt seine Bevölkerung derart grossen Risiken aus. Ausserdem verbessert der geplante Ausstieg aus der Atomenergie die Planungssicherheit für Investitionen in Energieeffizienz und Erneuerbare Energien. Die Initiative «Für den geordneten Ausstieg aus der Atomenergie» bringt somit auch die Energiewende voran.

Die Initiative hat gemäss einer GfS-Studie sehr grosse Chancen an der Urne: Drei Viertel der Bevölkerung steht nach wie vor hinter dem Atomausstieg und mehr als zwei Drittel möchten die AKW-Laufzeiten beschränken, wie dies die Initiative verlangt.

Die Atomausstiegs-Initiative sieht maximale Laufzeiten von 45 Jahren vor. Bei Sicherheitsbedenken könnten sie schon vorher abgeschaltet werden. Dies ist angesichts der gravierenden Mängel der beiden Uralt-AKW Beznau und Mühleberg schon heute der Fall. Die AKW werden laut Initiative ersetzt durch Einsparungen, Energieeffizienz und den Ausbau der Erneuerbaren Energien.