Keine unökologischen Grossevents in den Alpen

Die Grünen lehnen die Durchführung der olympischen Spiele in Graubünden 2022 ab. Das Vorhaben sprengt die Dimensionen des Kantons und bringt ökologische Belastungen mit sich. Dazu kommen untragbare finanzielle Risiken. Die Grünen werden die olympischen Winterspiele 2022 deshalb bei der Abstimmung im Kanton Graubünden vom März 2013 bekämpfen.

Statt für viel Geld und mit hohem Risiko eine Prestige-Veranstaltung in die Schweiz zu holen, soll in den nachhaltigen Tourismus investiert werden. Neben dem Breitensport unterstützen die Grünen durchaus auch Grossevents wie die Euro 08, die in bestehenden Stadien durchgeführt werden können und durch den öffentlichen Verkehr erschlossen sind.

Nachhaltiger Tourismus statt Schuldenberge
Olympische Winterspiele haben es in der Schweiz zum Glück nicht leicht: Eine Kandidatur von Chur wurde 1980 mit 77 Prozent Neinstimmen abgelehnt. Im Jahr 1988 haben die Lausanner Bürgerinnen und Bürger der Unterstützung einer Kandidatur für die Winterspiele 1994 eine Abfuhr erteilt. Und in Bern verweigerten im Jahr 2002 gar 78 Prozent der Stimmberechtigten einen Olympiakredit. Anstatt nach Bern wurden die Spiele 2010 nach Vancouver (Kanada) vergeben. Nach 17 Spieltagen blieben Schuldenberge, bankrotte Sportanlagen und eine neue Autobahn zurück. Die Grünen Schweiz begrüssen daher die Kampagnen gegen die Olympia-Kandidatur der Grünen Graubünden und der Bündner Umweltorganisationen im Hinblick auf die kantonale Volksabstimmung vom März 2013.