Maya Graf zur Botschaft zur Änderung des Bundesgesetzes über die Gleichstellung von Frau und Mann

Durch die Lohndiskriminierung entgehen den Frauen jährlich 7,7 Milliarden Franken Einkommen! Der Bundesrat entscheidet halbherzig: Ohne klare Verpflichtungen kann die Lohngleichheit nicht durchgesetzt werden.

Der Bundesrat hat heute seine Botschaft zur Revision des Gleichstellungsgesetzes präsentiert. Es ist erfreulich, dass er endlich den Kampf gegen die Lohndiskriminierung aufnimmt. Die vorgestellten Massnahmen gehen zwar in die richtige Richtung, reichen aber bei Weitem nicht aus.

Der Bundesrat verpflichtet die Unternehmen, in Lohnfragen Transparenz zu schaffen. Dazu sollen alle vier Jahre Lohnanalysen durchgeführt und anschliessend die Arbeitnehmenden über die Ergebnisse informiert werden. Damit Gleichheit zwischen den Geschlechtern geschaffen wird, braucht es jetzt aber Druck. Die Grünen fordern darum, dass alle Unternehmen, die das entsprechende Gesetz nicht respektieren, sanktioniert werden.