Anne Mahrer zum Start der Abstimmungskampagne zur Präimplantationsdiagnostik (PID)

Ein Ja zur PID am 14. Juni erhöht die Chancen auf Schwangerschaften, senkt das Risiko von Mehrfach-Schwangerschaften und verringert den ‹Fortpflanzungstourismus›. Vor allem aber mindert es die schwere Belastung für die betroffenen Paare, die sich eigene Kinder wünschen.

Allen Menschen soll es möglich sein, eigene Kinder zu haben. Paare, die ohne künstliche Befruchtung und Präimplantationsdiagnostik gar kein eigenes Kind haben können, sollen daher mit dem Ja zur PID die Chance auf eines oder mehrere eigene Kinder erhalten. Damit kann auch der Fortpflanzungstourismus in andere Länder wird eingedämmt werden.

Die Präimplantationsdiagnostik ist eine Alternative zu einer Pränataldiagnostik während der Schwangerschaft, nach der ein Schwangerschaftsabbruch möglich ist. Mit der PID, bei der diese Untersuchung vor dem Einpflanzen des Embryos erfolgt, können gefährliche Eingriffe und schwere Entscheidungen bei einer Abtreibung vermieden werden.

Ein Ja zum Verfassungsartikel ist aber kein Freibrief: Viele Fragen bleiben mit dem neuen Verfassungsartikel unbeantwortet. So auch die wichtige Frage, in welchen Fällen man Präimplantationsdiagnostik überhaupt anwenden darf. Sie sollen später im Rahmen des angekündigten Referendums gegen das Fortpflanzungsmedizingesetz diskutiert werden. Der Verfassungsartikel schafft dafür kein Präjudiz.