Atomausstiegs-Initiative

In Kürze

Am 16. November 2012 wurde mit über 108'000 Unterschriften die Volksinitiative für den geordneten Ausstieg aus der Atomenergie bei der Bundeskanzlei eingereicht. Und am 27. November 2016 wird die Schweizer Stimmbevölkerung über die Initiative abstimmen.

Die Atomausstiegs-Initiative wurde nach dem Atomunfall in Fukushima 2011 von den Grünen lanciert. Heute wird die Initiative von einer breiten Allianz unterstützt wie beispielsweise mehreren Umweltverbänden (Pro Natura, Greenpeace, VCS, SSES), verschiedenen Parteien (SP, EVP, CSP, JUSO), Anti-AKW Organisationen (ContreAtom, sortir du nucléaire), Gewerkschaftsorganisationen (SGB, UNIA, vpod) und Unternehmen (Jenni Energietechnik AG). Diese breite Allianz ist im Initiativkomitee vertreten und hat tatkräftig Unterschriften gesammelt.

Das will die Initiative

Inhaltlich fordert die Atomausstiegsinitiative das Betriebsverbot für AKW und maximale Laufzeiten von 45 Jahren für bestehende AKW; wenn es die Sicherheit verlangt, müssen AKW auch schon früher abgeschaltet werden. Darüber hinaus fordert die Atomausstiegs-Initiative eine Energiewende, die auf Einsparungen, Energieeffizienz und dem Ausbau der Erneuerbaren basiert. Mit Ausnahme der maximalen Laufzeiten für bestehende AKW verfolgt die Initiative somit die gleiche Stossrichtung wie die Energiestrategie 2050 des Bundesrates.

Die Kampagnen-Seite der Allianz für den Atomausstieg

Die Kampagnen-Seite der Allianz für den Atomausstieg

Der Atomausstieg ist machbar!

Die Austiegsinitiative legt den Schwerpunkt auf die drei E:

  • Einsparungen
  • Energieeffizienz
  • erneuerbare Energien.

Je nach Entwicklung der Technologien und den politischen Rahmenbedingungen werden die Potenziale unterschiedlich ausgeschöpft. Das Bundesamt für Energie rechnet in seinen neuesten Energieszenarien bis 2050 mit einem Einsparpotenzial von 24,4 TWh jährlich. Die Initiative sieht als spätesten Ausstiegszeitpunkt bereits das Jahre 2029 vor, wenn das AKW Leibstadt abgeschaltet wird. Bis dann lassen sich die fünf AKW der Schweiz problemlos ersetzen. 

Positionen der Grünen zur Energiepolitik

Positionen der Grünen zur Energiepolitik