Medizinische Grundversorgung

Ja zur medizinischen Grundversorgung (direkter Gegenvorschlag zur Volksinitiative «Ja zur Hausarztmedizin»)

Vorlage
Die Volksinitiative « Ja zur Hausarztmedizin » wurde im April 2010 mit mehr als 200'000 Unterschriften eingereicht. Sie hatte zum Ziel, eine hochwertige Hausarztmedizin in der Schweiz zu gewährleisten. Dazu strebte sie eine höhere Anerkennung sowie eine Verbesserung der finanziellen und beruflichen Situation der Hausärzte und Hausärztinnen an.

Drei Jahre nach der Einreichung der Initiative wurde ein direkter Gegenvorschlag vom Parlament verabschiedet. Das Initiativkomitee entschied daraufhin, die Initiative zurückzuziehen. Am 18. Mai stimmen wir deswegen nur über den direkten Gegenvorschlag ab. Der direkte Gegenvorschlag nimmt die zentralen Forderungen der Initianten auf : den Zugang zur Hausarztmedizin soll in der Verfassung verankert werden. Zudem erwähnt er ebenfalls eine interdisziplinäre medizinische Grundversorgung, in der die Hausärzte und Hausärztinnen eine Schlüsselrolle einnehmen sollen. Die Frage, ob AllgemeinmedizinerInnen eine zentrale Rolle einnehmen dürfen oder nicht, war denn auch der zentrale Diskussionspunkt in den Räten.

Die Grünen haben die Initiative « Ja zur Hausarztmedizin » unterstützt und werden den direkten Gegenvorschlag ebenfalls unterstützen, da er konkrete und effiziente Massnahmen zum Vorteil der Hausarztmedizin bietet.
Der direkte Gegenvorschlag wird flankiert mit einem Masterplan der eine grössere Anerkennung der universitären Ausbildung und durch eine finanzielle Aufwertung vorsieht.

Vorlage
Die Volksinitiative « Ja zur Hausarztmedizin » wurde im April 2010 mit mehr als 200'000 Unterschriften eingereicht. Sie hatte zum Ziel, eine hochwertige Hausarztmedizin in der Schweiz zu gewährleisten. Dazu strebte sie eine höhere Anerkennung sowie eine Verbesserung der finanziellen und beruflichen Situation der Hausärzte und Hausärztinnen an.

Drei Jahre nach der Einreichung der Initiative wurde ein direkter Gegenvorschlag vom Parlament verabschiedet. Das Initiativkomitee entschied daraufhin, die Initiative zurückzuziehen. Am 18. Mai stimmen wir deswegen nur über den direkten Gegenvorschlag ab. Der direkte Gegenvorschlag nimmt die zentralen Forderungen der Initianten auf : den Zugang zur Hausarztmedizin soll in der Verfassung verankert werden. Zudem erwähnt er ebenfalls eine interdisziplinäre medizinische Grundversorgung, in der die Hausärzte und Hausärztinnen eine Schlüsselrolle einnehmen sollen. Die Frage, ob AllgemeinmedizinerInnen eine zentrale Rolle einnehmen dürfen oder nicht, war denn auch der zentrale Diskussionspunkt in den Räten.

Die Grünen haben die Initiative « Ja zur Hausarztmedizin » unterstützt und werden den direkten Gegenvorschlag ebenfalls unterstützen, da er konkrete und effiziente Massnahmen zum Vorteil der Hausarztmedizin bietet.
Der direkte Gegenvorschlag wird flankiert mit einem Masterplan der eine grössere Anerkennung der universitären Ausbildung und durch eine finanzielle Aufwertung vorsieht.

Argumente für ein Ja

Der Hausarzt, eine aussterbende Gattung
Zahlreiche Hausärzte und Hausärztinnen werden in den kommenden Jahren in den Ruhestand gehen und Nachfolger werden nicht einfach zu finden sein. Die Ursachen sind vielfältig : zu wenige ÄrztInnen werden jedes Jahr ausgebildet, die medizinischen Ausbildungen sind zu wenig auf die Hausarztmedizin ausgerichtet und die Arbeitsbedingungen sind wenig attraktiv. Hausärztinnen und Hausärzte spielen jedoch eine wichtige Rolle im Schweizer Gesundheitssystem. Da sie lokal orientiert sind, stehen die Hausärztinnen und Hausärzte für die persönliche Beziehung mit den PatientInnen und erlauben eine ganzheitliche Sicht auf den Zustand der Patientinnen. Mit dem direkten Gegenvorschlag wird die Hausarzt- und Allgemeinmedizin eine besondere Erwähnung in der Verfassung erhalten.

Eine medizinische Grundbetreuung für alle
Die medizinische Grundbetreuung wird in Zukunft in der Verfassung verankert sein. Tatsächlich sollen alle von einer qualitativ guten medizinischen Grundversorgung profitieren können. Dies ist ein Grundrecht. Die Bevölkerung urbaner Zentren und ländlicher Regionen sollen im Krankheitsfall Zugang zu schnellen und effizienten Diagnosen und Therapiemöglichkeiten haben. Es gibt jedoch zu wenige Praxen um den Bedarf zu decken – insbesondere in ländlichen Gebieten. Dieser Praxismangel ist einer der Gründe, warum immer öfters die Notfalldienste in Anspruch genommen werden. Der Gegenvorschlag bestimmt Rahmenbedingungen, welche die Attraktivität des Hausarztberufes festigen.

Ein aufgewerteter Beruf
Die HausärztInnen als erste medizinische Anlaufstelle müssen gefördert werden. Der Gegenvorschlag erlaubt dem Bund, die allgemeinmedizinischen Ausbildungen zu harmonisieren und so eine faire und sachgemässe Entlohnung des Hausarztberufes zu ermöglichen.

Yvonne Gilli

Nationalrätin SG

« Hausärztinnen und Pflegefachpersonen werden in einer dramatischen Weise zu Mangelberufen. Es braucht eine umfassende Förderung. Mit dem neuen Verfassungsartikel legen wir den Grundstein für bessere Rahmenbedingungen. »