Ja zur Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen

Darum geht es

Die Volksinitiative «Für ein bedingungsloses Grundeinkommen» wurde am 4. Oktober 2013 mit 126 408 gültigen Unterschriften von einer parteipolitisch unabhängigen und konfessionell neutralen Gruppe eingereicht. Sie verlangt, dass der Staat allen in der Schweiz lebenden Menschen ein Grundeinkommen bezahlt.

Mit dem Grundeinkommen soll der Teil des Einkommens, den man unbedingt fürs Überleben braucht, bedingungslos gewährleistet werden. Ausserdem soll damit der ganzen Bevölkerung ein bescheidenes, aber menschenwürdiges Dasein sowie die Teilnahme am öffentlichen Leben ermöglicht werden. Die Höhe und die Finanzierung des Grundeinkommens würden nach Annahme der Initiative an der Urne durch das Umsetzungsgesetz geregelt, wobei die Initianten einen Betrag von 2‘500 Franken pro Monat vorschlagen, bei Kindern beispielsweise einen Viertel davon.

Deswegen sagen die Grünen JA

1. Steigerung der Lebensqualität
Durch ein bedingungsloses Grundeinkommen und die damit verbundene Existenzsicherung wird die bessere Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben, Familien und privaten Engagements  gewährleistet. Die Wahlfreiheit bezüglich Lebensmodellen wird dadurch erst geschaffen. Und zwar für alle, nicht nur für die, die es sich leisten können.

2. Abschaffung des Arbeitszwangs 
Die Sicherung der Existenz durch ein bedingungsloses Grundeinkommen schafft den Zwang zur Arbeit ab und unterläuft damit der Logik des neoliberalen Arbeitsmarktes.
Das zahlt sich insbesondere für die Arbeit nehmende Bevölkerung aus, die dem Druck auf dem Arbeitsmarkt besser widerstehen und unwürdige Arbeitsbedingungen ablehnen kann.
Die Abschaffung des Arbeitszwangs bedeutet jedoch nicht, dass niemand mehr Lohnarbeit verrichten möchte. Im Gegenteil: Studien zeigen, dass nur 2% die Arbeit aufgeben würden.

3. Die Arbeit und ihr Sinn 
Das bedingungslose Grundeinkommen ist eine Antwort auf die Herausforderungen einer Zeit, die von Automatisierung und Technisierung geprägt ist. Es stellt den Menschen und seine Bedürfnisse ins Zentrum, zwingt uns dazu, uns mit dem Sinn der Arbeit auseinanderzusetzen.