Die jüngste Nationalrätin ist eine Grüne

Wenn man sich fürs Klima engagiert, kann man global handeln und lokal den Alltag verbessern. Es ist auch eine Chance, den Sinn wiederzuentdecken, dass wir eine Gemeinschaft sind.

ERÖFFNUNGSREDE ZUR LEGISLATUR VON LISA MAZZONE

Die 27-jährige neu gewählte Grüne Nationalrätin Lisa Mazzone aus Genf hielt heute die Eröffnungsrede zur neuen Legislatur im Nationalrat. Vor dem Plenum sprach sie davon, dass die Politik von heute an die Generation von morgen gerichtet sein muss. Sie nahm dabei Bezug auf die laufende Klimakonferenz in Paris. 

«Politik ist, Träume zu hegen und dann zu erfüllen», schloss die neu gewählte Genferin ihre Rede ab. Begonnen hatte sie die Rede mit einem Zitat von Alcide de Gasperi, Ministerpräsident Italiens zwischen 1945 und 1953: «Ein Politiker schielt auf die nächsten Wahlen. Ein Staatsmann schaut auf die nächste Generation.» Um Generationen und um die Verantwortung der Politik drehte sich ein grosser Teil ihrer Rede. Vor allen Dingen wollte Lisa Mazzone ihre Vision darlegen, dass alle gemeinsam für die Zukunft arbeiten müssen – egal welcher politischer oder sonstiger Couleur.

Nachhaltige Mobilität und Langsamverkehr ist ihr Schwerpunkt
Die Enkelin eines italienischen Physikers schaffte im November 2013 an den Genfer Gesamterneuerungswahlen den Sprung in den Grossen Rat. 2008 trat Lisa Mazzone den Genfer Grünen bei, die sie seit 2014 präsidiert. Die Sprachstudentin (Bachelor der französischen Sprache und Literatur) engagierte sich beruflich vor allem bei Pro Velo Genf, in verschiedenen Funktionen. Sie ist ebenfalls Mitglied des VCS Genf und des Komitees «Non au 2ème tube au Gothard» (Nein zur zweiten Gotthard-Röhre). Ihre Schwerpunkte sieht sie demzufolgen in der nachhaltigen Mobilität (öffentlicher sowie Langsam-Verkehr), Gleichstellung und Geschlechterfragen sowie seit dem Referendum 2013 auch besonders in Asyl- und Migrationsfragen.

Lisa Mazzone, die am kommenden 25. Januar 28 Jahre alt wird, hat angekündigt, vom Genfer Grossen Rat zurückzutreten zugunsten des Nationalratsmandats.