#GrüneDebatte17: Bilanz - Analyse - Zukunftsperspektive

Medienkonferenz vom 5. April 2017

Die Grünen haben heute in Bern das Projekt #GrüneDebatte17 vorgestellt. Die Renaissance der autoritären, antidemokratischen und umweltfeindlichen Kräfte weltweit stellt die Partei vor neue Herausforderungen. Mitglieder von Grünen und Jungen Grünen diskutieren in diesem Sommer über die Ursachen der aktuellen Polarisierung und über nachhaltige, emanzipatorische Gegenkonzepte.

Die Grünen spielen als Bollwerk gegen den Rechtspopulismus heute eine zentrale Rolle. Das zeigen die Wahlerfolge in Österreich oder in den Niederlanden. „Die Grünen sind seit den eidgenössischen Wahlen 2015 auch in der Schweiz erfolgreich unterwegs“, stellte Präsidentin Regula Rytz erfreut fest. Nach dem letzten Wahlsonntag in Neuenburg liegen die Grünen bei den Sitzgewinnen prozentual gesehen an der Spitze. „In absoluten Zahlen sind wir  heute die Partei mit den zweitmeisten Sitzgewinnen in den kantonalen Parlamenten.“ Auch in Gemeinden und Städten konnte der Einfluss der Grünen schweizweit gestärkt werden.

Wachsende Zustimmung bei den Jungen
„Die grüne Erfolgswelle hat viele Väter und Mütter“, so Rytz. Inhaltlich stosse die Verbindung von Umweltschutz, sozialer Gerechtigkeit und demokratischen Grundrechten gerade bei jungen Menschen auf wachsende Zustimmung. Ernten könne man aber auch die Früchte einer engagierten Parteiaufbau-Arbeit und von zwei nationalen Initiativkampagnen im Jahr 2016. Mit dem hervorragenden Resultat von 46 Prozent Ja-Stimmen hat die Atomausstiegsinitiative den Weg für die Energiestrategie 2050 geebnet. Auch die Zusammenarbeit mit umweltfreundlichen Wirtschaftskreisen werde weitergeführt. „Ich setze mich als Unternehmer für eine Wirtschaft ein, die den Menschen dient und die natürlichen Lebensgrundlagen respektiert“, sagte Vizepräsident und Unternehmer Gerhard Andrey. „Dazu muss man den Wirtschaftsmainstream immer wieder hinterfragen.“

Debatte prägt die Prioritäten
Fraktionschef Balthasar Glättli stellte das Programm der #GrüneDebatte17 vor. „Die Ergebnisse werden in die Ausgestaltung der Wahlplattform 2019 einfliessen und sie werden unsere grünen Prioritäten in den nächsten Jahren prägen“, sagte Glättli. „Wir sind eine Mitmachpartei – bei uns hallt nicht einfach das Echo vom Herrliberg.“ Auch die Jungen Grünen beteiligen sich am Projekt #GrüneDebatte17. „Die Grünen sollen eine Partei der Pioniere bleiben. Deshalb ist es wichtig, dass wir unser Profil und dessen Kanten immer wieder schärfen und neue Lösungen für neue Fragen entwickeln“, fasste Vizepräsident Luca Maggi (Junge Grüne) zusammen.

Mehr Informationen: www.gruenedebatte.ch